Handlung
Die Handlung (actus humanus) ist der bewusste, freie Vollzug der Person — im Unterschied zu bloßen Geschehnissen (actus hominis), die am Menschen ablaufen, ohne dass er sie als Person setzt. In der Handlung tritt das Personverhalten zutage: Die Person verwirklicht sich, indem sie erkennt, entscheidet und verantwortet. Personvergessenheit kann sich gerade in Handlungen manifestieren — wenn die Handlung das Personsein des anderen oder das eigene Personsein missachtet, wenn der Mensch so behandelt wird, als sei er kein Jemand, sondern ein bloßes Etwas. Die sittliche Qualität einer Handlung bemisst sich letztlich daran, ob sie dem Personsein — dem eigenen wie dem des anderen — gerecht wird (vgl. Bexten 2017, S. 160—185).
Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Personaler Akt; Unterbegriffe: Sittlich Gute Handlung, Sittlich Schlechte Handlung, Sühne, Unterlassung, Wiedergutmachung
Siehe auch:
- Actus humanus
- Personverhalten
- Personvergessenheit
- Verantwortung
- Personsein
- Person
- Menschliche Person
- Freiheit
- Vernunft
- Erkenntnis
- Selbstbewusstsein
- Innerlichkeit
- Intentionalität
- Jemand
- Würde
- Personalistische Norm
- Tugend
- Liebe
- Bejahung
- Selbsttranszendenz
- Agere sequitur esse
- Zweite Dimension
- Dritte Dimension
- Substanz
- Natur
- Karol Wojtyła
- Thomas von Aquin
- Aristoteles
- Arbeit
- Dialog
- Kapitel 4: Personsein