Die KI-Bewusstseins-Debatte ist die aktuelle interdisziplinäre Debatte (2023—2026) über die Möglichkeit maschinellen Bewusstseins. Schwitzgebels Full-Rights-Dilemma formuliert das zentrale Problem: Umstrittene KI-Personalität führt zu einem Dilemma — entweder Rechte für bewusstlose Systeme oder moralische Verfehlungen gegen bewusste.
Die Personsein-Ontologie löst dieses Dilemma: KI hat prinzipiell keinen actus essendi (Seinsakt) und kann daher keine Person sein. Die Debatte entsteht nur unter Voraussetzung eines empirisch-funktionalistischen Personbegriffs, der Personsein mit Personverhalten verwechselt.
Das Chinese-Room-Argument von Searle zeigt, dass Syntax nicht hinreichend für Semantik ist. Der Philosophische Zombie zeigt, dass Verhalten (Deutera Energeia) Bewusstsein nicht logisch impliziert. Die Statistische Ethiksimulation in Large Language Models ist Deutera Energeia ohne Prote Energeia: Simulation einer Handlung ohne ein Selbst, das handelt.
Der substanzontologische Personbegriff macht klar: Personsein ist kein Funktionszustand, sondern ein Seinsgrund. Eine Maschine kann Personverhalten simulieren, aber nicht Personsein haben — so wie ein p-Zombie sich verhalten kann, ohne zu erleben.
Ontologische Einordnung
Ontologische Beziehungen:
- Unterformen: Full-Rights-Dilemma, Chinese-Room-Argument, Philosophischer Zombie, Statistische Ethiksimulation
- betrifft: Künstliche Intelligenz, Bewusstsein
Kapitelzuordnung: Kapitel 5: Personvergessenheit
Siehe auch
- Full-Rights-Dilemma
- Chinese-Room-Argument
- Philosophischer Zombie
- Statistische Ethiksimulation
- Künstliche Intelligenz
- KI-Ethik
- Bewusstsein
- Turing-Test
- Alan Turing
- Josef Seifert
Quellenangaben: Schwitzgebel, Eric (2023/2024): “The Full Rights Dilemma for AI Systems.”
Weitere Quellen:
- Bexten 2017, S. 195 ff. (Personsein und Funktionalismus).
- Searle, John (1980): “Minds, Brains, and Programs.” Behavioral and Brain Sciences 3(3), 417—457.
- Chalmers, David (1996): The Conscious Mind. Oxford University Press.