Transzendenz

Transzendenz bezeichnet das Überschreiten des Endlichen auf das Unbedingte und Absolute hin. Sie ist ein Grundzug des menschlichen Geistes, der in Erkenntnis, Sittlichkeit und Religiosität wirksam ist. Die Person ist nicht in der Endlichkeit eingeschlossen, sondern vermag in ihren geistigen Akten das Gegebene zu übersteigen und sich auf das Absolute Sein hin zu öffnen.

In der Anthropologie Karol Wojtyłas bildet die Transzendenz zusammen mit der Integration das Doppelprinzip des personalen Aktes: Während die Integration die Einbeziehung aller somatischen und psychischen Dynamismen in den freien Akt bezeichnet, meint Transzendenz die Selbstüberschreitung der Person im freien Handeln. Die menschliche Person erfährt Transzendenz in der Dritten Dimension ihres Personseins — in der freien Hinwendung zum Wert, zum anderen Jemand und letztlich zum Absoluten. Transzendenz verweist so auf die Frage nach Sinn und Religiosität.

Ontologische Einordnung

Oberbegriff: Seiendes

Ontologische Beziehungen:

Siehe auch