Leihmutterschaft

Die Übernahme der Schwangerschaft und Geburt eines Kindes durch eine Frau (Leihmutter) im Auftrag anderer Personen (Wunscheltern), mit der vertraglichen Verpflichtung, das Kind nach der Geburt abzugeben. Leihmutterschaft ist eine in sich schlechte Handlung und eine Form der Instrumentalisierung, weil sie das Kind zum Gegenstand eines Vertrags und damit zur Ware macht und die Leihmutter in ihrer Leiblichkeit zum Produktionsmittel degradiert.

Leihmutterschaft, Geld und Macht

In der kommerziellen Leihmutterschaft verbinden sich Geld und Macht zu einer besonders schweren Form der Personvergessenheit: Die wirtschaftliche Macht der Wunscheltern ermöglicht es, die Schwangerschaft einer anderen Frau zu kaufen — das Kind wird bestellt, übergeben und bezahlt. Die Würde der Person — sowohl der Leihmutter als auch des Kindes — wird dem Kalkül des Geldes unterworfen. Auch die altruistische Leihmutterschaft bleibt problematisch, weil sie die leiblich-personale Einheit von Mutterschaft aufspaltet, selbst wenn kein Geld fließt.

Leihmutterschaft kann auch als Technologie im weiteren Sinne begriffen werden: ein systematisches Verfahren, das den Beginn personalen Lebens den Bedingungen eines Vertrags unterwirft und damit die Personalistische Norm verletzt.

Ontologische Beziehungen:

Siehe auch: