Ware

Ein handelbares Gut — ein Seiendes, das einen Preis hat und gegen anderes eingetauscht werden kann. Der entscheidende personalontologische Punkt lautet: Die Person ist NIEMALS eine Ware. Dieses Fundamentalaxiom durchzieht die gesamte Dissertation und bildet eine der schärfsten Grenzlinien der Ontologie des Personseins. Wo immer eine Person als Ware behandelt wird — sei es im Menschenhandel, in der Leihmutterschaft, in der Prostitution oder in der ökonomischen Reduktion menschlicher Arbeit auf einen bloßen Kostenfaktor —, liegt eine fundamentale Verletzung der Würde vor.

Der Unterschied zwischen Ware und Person ist kein gradueller, sondern ein ontologischer: Die Ware gehört zur Ordnung des Etwas, die Person zur Ordnung des Jemand. Eine Ware hat einen Preis; eine Person hat Würde. Ein Preis kann durch einen Äquivalentwert ersetzt werden — Würde duldet kein Äquivalent. Deshalb ist die Klasse Ware in der Ontologie disjunkt mit der Klasse Person: Es gibt kein Seiendes, das zugleich Ware und Person sein könnte. Jeder Versuch, eine Person als Ware zu behandeln, ist eine Form der Instrumentalisierung und widerspricht der Personalistischen Norm, wonach die Person niemals bloßes Mittel sein darf, sondern stets um ihrer selbst willen zu bejahen ist.

Der Zusammenhang zwischen Ware und Geld verdient besondere Aufmerksamkeit: Geld ist das universale Tauschmittel, das alle Waren kommensurabel macht. Wo aber Geld zum einzigen Maßstab wird, droht die Gefahr, dass auch Personen auf ihren ökonomischen Nutzen reduziert werden. Diese Reduktion ist eine der Grundformen der Personvergessenheit.

Ontologische Einordnung

Ontologische Beziehungen:

Siehe auch: