Geld
Ein abstraktes Tauschmittel. Geld ist ein Seiendes, aber keine Person. Die Reduktion personaler Beziehungen auf Geldwerte ist eine Form der Instrumentalisierung.
Geld und Würde
Die Person hat eine Würde, die über jeden Preis erhaben ist — sie kann durch Geld niemals aufgewogen werden. Wo Menschen als Ware gehandelt werden, wo ihr Wert in Geld bemessen wird, liegt eine fundamentale Verletzung der Personalistischen Norm vor. Die Leihmutterschaft ist ein Beispiel dafür: Die Schwangerschaft wird zur bezahlten Dienstleistung, das Kind zum Vertragsgegenstand — beides macht die Person zur Ware.
Geld als Technologie der Entpersonalisierung
Geld kann als eine Technologie im weiteren Sinne verstanden werden: ein System, das personale Beziehungen in abstrakte Tauschverhältnisse überführt. Dies ist an sich nicht schlecht — Geld ermöglicht Arbeitsteilung und Kooperation. Doch wo es zum einzigen Maßstab wird, droht Personvergessenheit: Der Mensch wird nach seinem „Marktwert” beurteilt, nicht nach seinem Personsein. Im Krieg verbindet sich die Logik des Geldes mit der Macht über Leben und Tod — die Rüstungsindustrie macht das Töten zur Ware, und wirtschaftliche Interessen treiben die radikalste Form der Personvergessenheit an.
Kryptowährungen
Kryptowährungen sind eine neue Form des Geldes, die auf Technologie basiert und ohne personale Vermittlung (Banken, Staaten) auskommt. Aus personalontologischer Sicht verschärfen sie die Tendenz zur Entpersonalisierung: Der Wert wird vollständig von personalen Beziehungen abgelöst und in algorithmische Prozesse überführt. Die Verbindung von Kryptowährungen mit transhumanistischen Visionen — etwa einer dezentralen, von Personen unabhängigen Wirtschaft — zeigt, wie Technologie und Geld gemeinsam zur Personvergessenheit beitragen können.
Ontologische Einordnung:
Siehe auch: