Realistische Phänomenologie

Die Realistische Phänomenologie ist jene Strömung innerhalb der Phänomenologie, die an der Objektivität der Wesensschau und der Erkennbarkeit einer bewusstseinsunabhängigen Wirklichkeit festhält. Im Gegensatz zur transzendental-idealistischen Wende Husserls nach den Ideen (1913) beharren die realistischen Phänomenologen darauf, dass die phänomenologische Methode zu genuiner Erkenntnis realer Wesensgesetze und Sachverhalte führt — nicht bloß zu Strukturen des Bewusstseins.

Für die Dissertation ist die Realistische Phänomenologie von zentraler methodischer Bedeutung: Sie ermöglicht es, das Personsein als objektive ontologische Gegebenheit zu erfassen, die sich der Erfahrung zeigt und nicht erst durch Theorien konstruiert wird (vgl. Bexten 2017, S. 30 ff.). Die Methode des „genauen Hinschauens” — das vorurteilsfreie Aufnehmen dessen, was sich zeigt — bildet das erkenntnistheoretische Fundament der gesamten Personontologie.

Zentrale Vertreter der Realistischen Phänomenologie, die im Buch eine Rolle spielen:

Siehe auch: