Raphael Bexten ist Autor der dem Buch zugrunde liegenden Dissertation Was ist menschliches Personsein? Der Mensch im Spannungsfeld von Personvergessenheit und unverlierbarer ontologischer Würde (KU Eichstätt-Ingolstadt 2017). Er vertritt einen substanzontologisch-relationalen Personbegriff in der Tradition von Spaemann, Wojtyła und Seifert und entwickelt den performativen Widerspruch als zentralen Einwand gegen den empirisch-funktionalistischen Personbegriff von Singer und Locke.
Schlüsselbeitrag
Bexten zeigt: Wer das Personsein an aktuale rationale Fähigkeiten bindet, vollzieht im Akt des Argumentierens selbst genau das, was er anderen Wesen abspricht. Diese Selbstwiderlegung ist nicht inhaltlich, sondern performativ — sie liegt nicht im Was der Aussage, sondern im Vollzug des Behauptens.
Das Sachbuch (2026)
Das Sachbuch Was den Menschen zum Menschen macht (2026) ist eine grundlegende Überarbeitung und Erweiterung der Dissertation. Es richtet sich an ein breites Publikum und entfaltet die Personalontologie in 67 Abschnitten — vom Vorwort bis zum Ausblick. Der performative Widerspruch gegen den empirisch-funktionalistischen Personbegriff ist eine Neuentwicklung des Sachbuchs in Anschluss an Apels Transzendentalpragmatik und findet sich in dieser Form nicht in der Dissertation.
Die Ontologie des menschlichen Personseins
Im Hintergrund des Buchprojekts entsteht eine formale Ontologie des menschlichen Personseins — ein systematisches Begriffsnetz, das die philosophischen Einsichten in eine logisch strenge, auf Widerspruchsfreiheit geprüfte Struktur überführt. Die 222 vernetzten Konzeptseiten dieser Webseite sind aus dieser Ontologie abgeleitet. Siehe Über das Projekt: Ontologie.
Stellung im Buch
Bextens Personbegriff wird in Kapitel 4 systematisch entwickelt und in Kapitel 5 auf die ethischen Konsequenzen hin entfaltet.