Der Seinsbegriff ist der grundlegendste und zugleich am schwersten zu bestimmende Begriff der Metaphysik. Was meinen wir, wenn wir sagen, dass etwas ist? In der thomistischen Tradition ist Sein (esse) kein leerer Allgemeinbegriff, sondern der innerste Akt alles Wirklichen — der actus essendi.

Für die Frage nach dem Personsein ist entscheidend, dass nur ein Seinsbegriff, der das Sein als Wirklichkeit und Fülle versteht, dem Personsein gerecht wird. Ein rein formaler oder logischer Seinsbegriff greift zu kurz. Das Personsein fällt unter den substanziellen Seinsbegriff: Die Person ist ein ens per se, ein eigenständig Seiendes, dessen Sein nicht von einem anderen Träger abhängt (vgl. Bexten 2017, S. 115 ff.).

Ontologische Einordnung: Unterbegriffe: Existenzform, Seinsmodus

Ontologische Beziehungen:

Quellenangaben: Bexten 2017, S. 174–180 (Seinsbegriff und Existenzformen).

Weitere Quellen:

  • Thomas von Aquin: Summa Theologiae I, q. 3, a. 4 (esse als actus essendi).
  • Aristoteles: Metaphysik IV (Sein als Grundbegriff der Philosophie).
  • Aristoteles: Metaphysik VII (Substanz als ens per se).

Siehe auch: