Die Herz-Lungen-Maschine ist ein medizinisches Gerät, das die Pump- und Beatmungsfunktion von Herz und Lunge maschinell übernimmt. Bei irreversiblem Hirnfunktionsausfall ist sie die zentrale Form der maschinellen Lebenserhaltung.

Ihre Bedeutung für die Personsein-Debatte liegt darin, dass sie die Frage nach dem Verhältnis von biologischem Leben und Personsein konkret macht: Solange die Herz-Lungen-Maschine die leiblichen Lebensfunktionen aufrechterhält, lebt die Person — und wo Leben ist, ist Personsein. Die Prote Energeia (erste Wirklichkeit) bleibt unberührt; betroffen ist die Deutera Energeia (Funktionsausübung).

Die Herz-Lungen-Maschine ist als Unterform der maschinellen Lebenserhaltung eine interpersonale Relation und unterliegt der Personalistischen Norm: Die Entscheidung über ihren Einsatz oder ihr Abschalten betrifft das Lebensrecht einer menschlichen Person.

Ontologische Einordnung

Oberbegriffe: Maschinelle Lebenserhaltung, Medizinische Pflege, Interpersonale Relation

Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Was ist menschliches Personsein?

Siehe auch

Quellenangaben: Bexten 2017, S. 195 ff. (Personsein bei irreversiblem Hirnfunktionsausfall).