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Die Embryoforschungsverwertung ist die Verwendung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken, oft mit Zerstörung der Embryonen.

Rechtslage 2026: In Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz (ESchG) verboten – mit eng begrenzter Stammzell-Importregelung im Stammzellgesetz (StZG 2002). In Großbritannien, Spanien und den USA in Grenzen erlaubt.

Ontologische Einordnung

Personalontologische Einordnung

Aus personalontologischer Sicht eine schwere Verletzung des Lebensrechts der betroffenen Person. Jeder menschliche Embryo ist von der Befruchtung an eine Person mit voller ontologischer Würde; seine Verwertung zu Forschungszwecken instrumentalisiert sie als bloßes Mittel und negiert ihre personalistische Unersetzbarkeit.

Quellenangaben: Recherchestand 25. April 2026.

Weitere Quellen:

  • Kongregation für die Glaubenslehre (2008): Instruktion Dignitas personae über einige Fragen der Bioethik (8. Dezember 2008), insbesondere Nr. 30–34 (Forschung an Embryonen und Stammzellen). Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 183.
  • Gesetz zum Schutz von Embryonen (Embryonenschutzgesetz – ESchG) vom 13. Dezember 1990, BGBl. I S. 2746.
  • Gesetz zur Sicherstellung des Embryonenschutzes im Zusammenhang mit Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen (Stammzellgesetz – StZG) vom 28. Juni 2002, BGBl. I S. 2277, geändert durch Gesetz vom 14. August 2008 (Stichtagsverschiebung).
  • Council of Europe (1997): Convention for the Protection of Human Rights and Dignity of the Human Being with regard to the Application of Biology and Medicine (Oviedo-Konvention), Art. 18 (Embryonenforschung in vitro).
  • Deutscher Ethikrat (2014): Embryospende, Embryoadoption und elterliche Verantwortung. Stellungnahme.
  • Lovell-Badge, R. et al. (2021): ISSCR Guidelines for Stem Cell Research and Clinical Translation: The 2021 Update. Stem Cell Reports 16(6): 1398–1408 (Sektion 2.2 zur Embryonenforschung).

Siehe auch