Wachstum
Wachstum (gr. αὔξησις, lat. augmentatio) bezeichnet die quantitative Zunahme eines Seienden. Im Kontext der Person meint es das leibliche Wachstum vom Embryo zum Erwachsenen. Es ist eine der vier aristotelisch-thomistischen Bewegungsarten und betrifft die Quantität, nicht die Substanz oder die Qualität des Seienden.
Das leibliche Wachstum der Person gehört zur Ersten Dimension des Personseins und vollzieht sich als ein kontinuierlicher Prozess, in dem dieselbe personale Substanz sich entfaltet. Die Person, die als Embryo zu existieren beginnt, ist dieselbe Person, die als Erwachsener vor uns steht — ihr Personsein und ihre Würde ändern sich durch das Wachstum nicht. Das Wachstum zeigt vielmehr die Dynamik des personalen Lebens: Die Person ist nicht statisch, sondern entfaltet sich leiblich in der Zeit.
Ontologische Einordnung
Oberbegriff: Bewegung
Ontologische Beziehungen:
- betrifft: Quantität des Seienden
- gehört zu: Erste Dimension