Qualitative Veränderung
Qualitative Veränderung (gr. ἀλλοίωσις, lat. alteratio) bezeichnet die Veränderung der Beschaffenheit eines Seienden, ohne dass die Substanz selbst sich ändert. Sie ist eine der vier aristotelisch-thomistischen Bewegungsarten und betrifft die akzidentellen Eigenschaften eines Seienden.
Für die Person bedeutet qualitative Veränderung, dass sich ihre Beschaffenheiten wandeln können — etwa im Erlernen neuer Fähigkeiten, in der Reifung des Charakters oder in körperlicher Erkrankung —, während sie als dieselbe Substanz fortbesteht. Diese Unterscheidung ist für die personalistische Ontologie zentral: Die Person bleibt durch alle qualitativen Veränderungen hindurch derselbe Jemand mit derselben Würde. Die qualitative Veränderung unterscheidet sich wesentlich von der substantialen Veränderung, bei der eine Substanz entsteht oder vergeht.
Ontologische Einordnung
Oberbegriff: Bewegung
Ontologische Beziehungen:
- verändert: Akzidentelle Eigenschaften
- bewahrt: Substanz