Ortsbewegung

Ortsbewegung (gr. κίνησις κατὰ τόπον, lat. locomotio) bezeichnet die Veränderung des Ortes eines Seienden. Für Personen ist sie die leibliche Fortbewegung im Raum, Ausdruck der Freiheit und Selbstbestimmung. Als eine der vier aristotelisch-thomistischen Bewegungsarten gehört sie zu den grundlegenden Weisen, in denen sich Veränderung an Seiendem vollzieht.

Die Ortsbewegung hat eine Ausgangsposition und einen Zielort. Für die Person als Leib-Seele-Einheit ist die Ortsbewegung nicht bloß ein physikalisches Geschehen, sondern kann personaler Ausdruck sein: Die Person bewegt sich frei zu einem Ort hin, an dem sie sein will. Die Gefangenschaft als erzwungene Beschränkung der Ortsbewegung zeigt ex negativo, welche Bedeutung die freie Bewegung im Raum für das personale Leben hat.

Ontologische Einordnung

Oberbegriff: Bewegung

Ontologische Beziehungen:

  • hat Ausgangsposition: Ort
  • bewegt sich nach: Ort

Siehe auch