Personale Liebe

Vollkommenster Ausdruck des relationalen Personseins; umfasst intentio benevolentiae (Wohlwollen) und intentio unionis (Streben nach Vereinigung). Personale Liebe führt nicht zur ontologischen Auflösung der Personen, sondern zur reziproken Selbsthingabe und geistigen Durchdringung (Hildebrand).

Die Personale Liebe setzt den Freien Willen voraus — denn Liebe, die nicht frei ist, ist keine Liebe. Sie ist Urphänomen und Interpersonale Relation zugleich: Als Urphänomen ist sie auf nichts Unpersönliches zurückführbar; als Interpersonale Relation verwirklicht sie sich zwischen einem Ich und einem Du. Die Personalistische Norm — die Person ist um ihrer selbst willen zu bejahen und zu lieben — ist die einzig adäquate Wertantwort auf das Sein der Person (vgl. Bexten 2017, S. 198–210).

Ontologische Einordnung:

Ontologische Beziehungen:

Kapitelzuordnung: Kapitel 4: Personsein

Siehe auch: Liebe, Interpersonale Relation, Communio Personarum, Freier Wille, Liebesvermögen, Personalistische Norm, Wertantwort, Selbsttranszendenz, Bejahung, Dietrich von Hildebrand, Karol Wojtyła