Wer fragt, was eine Person ist, stellt eine der tiefsten Fragen überhaupt. Aber wie geht man an eine solche Frage heran? Mit welcher Methode? Was unterscheidet ein ernsthaftes Nachdenken über das Wesen des Menschen von bloßem Meinen und Spekulieren?
Dieses Kapitel handelt von der Art und Weise, wie man philosophisch denkt. Es geht um die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Meinung und einer Erkenntnis? Und was muss man tun, um nicht bei Meinungen stehen zu bleiben, sondern zu echten Einsichten über die Wirklichkeit zu gelangen?
Die Antwort darauf ist zugleich einfach und anspruchsvoll: Man muss genau hinschauen. Nicht mit dem Mikroskop, sondern mit dem Verstand. Man muss sich den Dingen zuwenden, wie sie wirklich sind — und die Geduld aufbringen, sie so zu beschreiben, wie sie sich zeigen.
Abschnitte
- Keine Angst vor den großen Fragen
- Philosophie ist nicht Meinungssache
- Vorurteile beiseitelegen
- Zurück zu den Sachen selbst
- Was es heißt, die Dinge selbst zur Anschauung zu bringen
- Was „genaues Hinschauen” bedeutet — drei Beispiele
- Verschiedene Arten von Erfahrung
- Der Unterschied zwischen Meinung und Erkenntnis
- Was Erkenntnis wirklich ist — und was dabei geschieht
- Urphänomene — das geistig Letzte
- Was die Dinge zu dem macht, was sie sind
- Warum manche Wahrheiten notwendig sind
- Zwei Arten von notwendigen Wahrheiten
- Die Wirklichkeit besteht unabhängig von unserem Denken
- Was die Philosophie von den Naturwissenschaften unterscheidet
- Warum diese Methode für die Frage nach dem Personsein
- Zusammenfassung