Was dieses Buch sagt

Die Kernthese dieses Buches lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen:

Jeder Mensch ist Person. Nicht weil er etwas Bestimmtes tut oder kann, sondern weil er ein bestimmtes Wesen hat. Personsein ist nicht etwas, das man sich verdienen oder verlieren kann. Es geht jedem Tun, jedem Fühlen, jedem Denken voraus. Zuerst ist jemand da — und dann handelt, denkt und fühlt dieser Jemand.

Daraus folgt: Auch wer nicht mehr denken kann, wer nicht mehr fühlt, wer am Anfang seines Lebens steht und noch nichts von all dem kann — auch der ist Person. Auch der hat eine Würde, die unantastbar ist. Das menschliche Leben ist immer das Leben einer Person. Es gibt kein „bloß“ biologisches Menschenleben, das noch nicht oder nicht mehr personal wäre. Wo menschliches Leben ist, da ist eine Person.

Und daraus folgt auch: Wenn wir vergessen, wer der Mensch ist — wenn wir ihn auf seine Funktionen, seine Leistungen, seinen Nutzen reduzieren —, dann tun wir ihm Unrecht. Nicht weil wir eine Regel verletzen, sondern weil wir die Wirklichkeit verkennen. Wir sehen dann nicht mehr, was da ist. Und das hat Folgen — für die Medizin, für das Recht, für den alltäglichen Umgang miteinander.


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