Schwere Demenz

Schwere Demenz bezeichnet den irreversiblen Verlust der Fähigkeit zu klarem und geordnetem Denken. Dabei können inneres Erleben, Gefühle und sogar Momente überraschender Klarheit bis zuletzt bestehen bleiben. Schwere Demenz betrifft die DeuteraEnergeia (kognitive Funktionsausübung), nicht die ProteEnergeia (erste Wirklichkeit des Personseins). Personsein und ontologische Würde bleiben vollständig erhalten.

Der Mensch mit schwerer Demenz ist und bleibt Person — denn Personsein hängt nicht an der Entfaltung von Fähigkeiten, sondern am Sein selbst. Die Reduktion der Person auf ihre kognitiven Funktionen ist eine Form der Personvergessenheit. Die Personalistische Norm fordert, den Menschen mit schwerer Demenz als Person zu bejahen und zu pflegen, nicht als defizitäres Wesen zu behandeln.

Siehe auch: Personsein, Würde, Person, Personvergessenheit, Irreversibler Hirnfunktionsausfall, Krankheit, Erste Dimension, Medizinische Pflege