Potentia subjectiva
Die potentia subjectiva ist das reale Vermögen eines existierenden Seienden (subiectum), sich zu etwas zu entwickeln. Anders als die bloße Denkmöglichkeit der potentia objectiva handelt es sich hier um ein tatsächliches, in einem realen Träger verankertes Vermögen. Die zentrale These der Dissertation lautet: Es gibt keine potentia subjectiva, Person zu werden — es gibt keine potentiellen Personen (vgl. Bexten 2017, Kap. 4.5). Wer als Mensch existiert, ist von Anfang an Person, nicht potentielle Person. Der Embryo hat zwar die potentia subjectiva, sein Personverhalten zu aktualisieren (d.h. zu denken, zu wollen, zu lieben), aber nicht die potentia subjectiva, Person zu werden — denn er ist bereits Person. Diese Unterscheidung ist grundlegend für das Verständnis der Ersten Dimension des Personseins.
Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Potenz, Akt und Potenz; disjunkt mit: Potentia objectiva
Siehe auch: