Selbstbeherrschung

Selbstbeherrschung (griech. enkrateia, lat. temperantia) ist die Fähigkeit und Haltung der Person, über ihre somatischen und psychischen Dynamismen zu regieren, sodass diese in den freien personalen Akt integriert werden. Wojtyla beschreibt eine Stufenfolge: Selbstbesitz (samopanowanie) führt zur Selbstbeherrschung (samoopanowanie), diese zur Selbstbestimmung (autodeterminacja) und schließlich zur Selbsthingabe.

Selbstbeherrschung setzt den freien Willen voraus und ist ihrerseits Voraussetzung für die Selbsthingabe an das personale Du. Ohne Selbstbeherrschung kann die Person sich nicht wahrhaft hingeben, weil sie nicht über sich selbst verfügt. Die Integration der Person und die bräutliche Liebe bauen auf der Selbstbeherrschung auf: Nur wer sich selbst besitzt, kann sich schenken.

Siehe auch: Integration der Person, Bräutliche Liebe, Freiheit, Person, Personsein, Leib, Liebe