Form und Materie
Form und Materie sind die hylomorphischen Konstitutionsprinzipien des Seienden (vgl. Bexten 2017, Kap. 4.3). Die Form (μορφή / εἶδος) ist das bestimmende Prinzip: das, wodurch etwas das ist, was es ist (τὸ τί ἦν εἶναι). Die Materie (ὕλη) ist das bestimmbare Prinzip: das, was durch die Form bestimmt wird. Bei der menschlichen Person ist die Form das rationale Lebensprinzip — die geistige Seele —, und die Materie ist der Leib. Diese Lehre, der Hylomorphismus, geht auf Aristoteles zurück und wurde von Thomas von Aquin für die Personontologie fruchtbar gemacht. Die Einheit von Form und Materie begründet die Substanz als ein ens per se — ein durch sich selbst seiendes Ganzes.
Ontologische Einordnung: Unterbegriffe: Form, Materie, Leib; Kapitelreferenz: Kap. 4.3
Siehe auch: