Bewegung
Die Bewegung (κίνησις / motus) ist die Verwirklichung des der Möglichkeit nach Seienden, insofern es der Möglichkeit nach ist (vgl. Aristoteles, Phys. III 1). Sie ist der Oberbegriff für alle Arten der Veränderung: Ortsbewegung, qualitative Veränderung (ἀλλοίωσις), Wachstum (αὔξησις) und substantiale Veränderung (γένεσις / φθορά). Im Kontext der Personsein-Ontologie ist die Bewegung als Unterklasse des Prozesses von Bedeutung, weil die menschliche Person sich leiblich entwickelt — vom Embryo zum Erwachsenen — und dabei verschiedene Lebensphasen durchläuft. Die substantiale Veränderung betrifft bei der Person die Empfängnis (Entstehung) und den Tod (Vergehen der leiblichen Existenz).
Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Prozess; Unterbegriffe: Ortsbewegung, Qualitative Veränderung, Wachstum, Substantiale Veränderung
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