Verhütungsmittel

Ein Verhütungsmittel ist ein Gebrauchsgegenstand, der die Empfängnis verhindern soll, indem er die natürliche Finalität des ehelichen Aktes künstlich unterbricht. Als Gegenstand ist das Verhütungsmittel sittlich neutral — die sittliche Bewertung betrifft die Handlung des Verhütens, die es verwendet. Diese Unterscheidung zwischen dem Mittel und der Handlung ist ontologisch bedeutsam.

Eine besondere Problemlage ergibt sich bei abortiv wirkenden Verhütungsmitteln, die nicht nur die Empfängnis verhindern, sondern die Einnistung eines bereits empfangenen Embryos unterbinden. Da die Person von der Befruchtung an existiert, berührt dies unmittelbar die Würde und das Lebensrecht der menschlichen Person. Die bräutliche Liebe als höchste Form der personalen Liebe zwischen Mann und Frau schließt die Offenheit für neues Leben wesentlich ein.

Siehe auch: Bräutliche Liebe, Embryo, Befruchtung, Person, Würde, Personalistische Norm