🇬🇧 English version: Gamete

Ein Gamet ist eine haploide Fortpflanzungszelle, die bei der Befruchtung mit einer Gamete des anderen Geschlechts zur diploiden Zygote verschmilzt. Beim Menschen trägt sie 23 Chromosomen.

Ontologische Einordnung

  • ist Unterklasse von: Keimbahnzelle, also Teil der Keimbahn
  • ist haploid
  • hat Unterklasse: Eizelle und Spermium
  • ist keine menschliche Person — und diese Aussage ist hier korrekt und gewollt

Warum „keine Person” hier zutrifft

Das Personsein beginnt mit der Befruchtung (vgl. Beginn des Menschseins). Eine Keimzelle ist ein Teil eines Organismus, kein Organismus; sie hat keine eigene Entwicklungsrichtung auf ein Individuum hin, sondern erschöpft sich darin, mit einer anderen zu verschmelzen. Aus der aktiven Potenz eines Embryos folgt Personsein, aus der Verschmelzungsbereitschaft einer Gamete nicht.

Diese Abgrenzung ist scharf und unstrittig. Genau deshalb ist sie aber auch folgenreich, wenn man sie unbedacht ausdehnt.

Die Grenze der Abgrenzung

Neuere Verfahren erzeugen Zwischenzustände, die weder durch Befruchtung entstanden noch aus der Keimbahn hervorgegangen sind. Für die Zelle, die in der Mitomeiose zwischen Kerntransfer und Befruchtung besteht, greift keines der beiden üblichen Kriterien.

Sie einfach als Gamete einzuordnen wäre bequem — und wäre keine Feststellung, sondern eine Entscheidung: Sie würde die Frage des Personstatus stillschweigend verneinen, ohne dass die Verneinung irgendwo ausgesprochen wäre. Der personalontologisch saubere Weg ist deshalb, den Status solcher Zwischenzustände offen zu halten und nach dem Grundsatz in dubio pro persona zu verfahren — ebenso, wie es beim synthetischen Embryomodell geschieht.

Siehe auch

Quellenangaben: Generiert via Abfrage aus der Personseins-Ontologie. Recherchestand 27. Juli 2026.