Zeitliche Zuschreibung
Zeitliche Zuschreibung ist eine reifizierte Relation, die eine Eigenschaftszuschreibung mit einem Zeitraum verknüpft. Sie erlaubt es, in der Ontologie auszudrücken: “Subjekt hat Eigenschaft P während Zeitraum T”. Dieses Modellierungsmuster ist notwendig, um die zeitliche Dimension des Personseins formal zu erfassen.
Die zeitliche Zuschreibung verknüpft ein Subjekt, eine Eigenschaft und einen Zeitraum miteinander. Sie hat verschiedene Unterklassen: die Fähigkeitszuschreibung (eine bestimmte Fähigkeit gilt während eines Zeitraums), den Dimensionszustand (eine Person befindet sich in einer bestimmten Dimension während eines Zeitraums) und den Normzustand (eine Person wird etwa instrumentalisiert während eines Zeitraums). Diese Differenzierung ermöglicht es, die Veränderungen im Leben einer Person präzise zu erfassen, ohne ihr unveränderliches Personsein und ihre Würde in Frage zu stellen.
Ontologische Einordnung
Oberbegriff: Seiendes
Unterklassen: Fähigkeitszuschreibung, Dimensionszustand, Normzustand
Ontologische Beziehungen: