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Die In-vitro-Maturation (IVM) ist eine Form der künstlichen Befruchtung, bei der unreife Eizellen aus dem Eierstock entnommen und außerhalb des Körpers im Labor zur Reifung gebracht werden. Erst nach dieser Reifung erfolgt die Befruchtung – meist durch IVF oder ICSI. Vorteil gegenüber der klassischen IVF: Die hormonelle Stimulation der Frau kann reduziert oder ganz vermieden werden.

Klinisch eingesetzt vor allem bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) und vor onkologischen Behandlungen (Fertility Preservation).

Ontologische Einordnung

Ethische Bewertung

IVM teilt die personalontologisch problematischen Strukturmerkmale der IVF: die Trennung der Zeugung vom personal-leiblichen Akt der Eheleute und – im Anschluss an die Reifung – regelmäßig die Erzeugung überzähliger Embryonen. Die reduzierte hormonelle Belastung der Frau ist ein medizinisch günstiger Aspekt; sie ändert nichts an der zugrundeliegenden Trennung von Zeugung und ehelichem Akt.

Quellenangaben: Recherchestand 25. April 2026.

Weitere Quellen:

  • ESHRE EIM Consortium (2024): ART in Europe, 2021: preliminary results. Human Reproduction 39, Supplement 1, Abstract O-121, deae108.136.
  • ASRM Practice Committee (2021): In vitro maturation: a committee opinion. Fertility and Sterility 115(2): 298–304.
  • De Vos, M., Grynberg, M., Ho, T. M., Yuan, Y., Albertini, D. F., Gilchrist, R. B. (2021): Perspectives on the development and future of oocyte IVM in clinical practice. Journal of Assisted Reproduction and Genetics 38: 1265–1280.
  • Vuong, L. N. et al. (2020): Live birth rates with a freeze-only strategy versus fresh embryo transfer: secondary analysis of a randomized clinical trial. Reproductive Biomedicine Online 40(3): 387–394.

Siehe auch