Die Frage, ob es eine genuin christliche Philosophie geben kann, ist für die Geschichte des Personbegriffs von Bedeutung. Historisch wurde der Personbegriff maßgeblich in der christlichen Theologie entfaltet. Boëthius formulierte die klassische Definition der Person als naturae rationalis individua substantia. Thomas von Aquin vertiefte sie metaphysisch.

Die Dissertation argumentiert, dass die philosophische Gültigkeit eines Arguments nicht von seinem historischen Entstehungskontext abhängt. Auch wenn der Personbegriff historisch im christlichen Denken reifte, muss er sich an der Sache selbst bewähren — durch philosophische Argumente, nicht durch Berufung auf Autorität.

Quellenangaben: Bexten 2017, S. 130–137 (Person – ein Begriff christlicher Genese?).

Weitere Quellen:

  • Boëthius: Contra Eutychen et Nestorium, cap. 3 (zur klassischen Persondefinition naturae rationalis individua substantia).
  • Thomas von Aquin: Summa Theologiae I, q. 29, a. 1–4 (zur metaphysischen Vertiefung der Persondefinition).
  • Aristoteles: Metaphysik VII (Zeta), 1028a–1041b (zur Substanzlehre als Grundlage des Personbegriffs).
  • Seifert, Josef (1987): Back to ‘Things in Themselves’. A Phenomenological Foundation for Classical Realism. London/New York: Routledge & Kegan Paul (zur philosophischen Eigenständigkeit der Personalontologie).
  • Stein, Edith (1932/2004): Der Aufbau der menschlichen Person. ESGA 14. Herder (zur christlich-phänomenologischen Anthropologie).

Siehe auch: