Mord
Hinweis: Die ethischen Urteile auf dieser Seite beziehen sich ausschließlich auf die Handlung — niemals auf die Person, die sie ausführt. Jede Person besitzt unverlierbare Würde, unabhängig davon, was sie tut oder getan hat. Vgl. Hinweis zu ethischen Urteilen.
Mord ist die direkte und absichtliche Tötung eines unschuldigen Menschen. Er ist zu unterscheiden von Tötung in Notwehr. Thomas von Aquin zufolge widerspricht Mord der menschlichen Natur wesenhaft und kann von keiner Instanz dispensiert werden.
Als in sich schlechte Handlung und als Verbrechen stellt der Mord die radikalste Verneinung des Personseins eines anderen Jemand dar: Er zerstört die leibliche Existenz der Person und damit die Grundlage aller drei Dimensionen ihres Personseins. Der Mord widerspricht der Personalistischen Norm absolut, da er die Person nicht nur als Mittel behandelt, sondern ihr das Leben selbst nimmt. Er ist eine Form der Gewalt in ihrer äußersten Konsequenz.
Ontologische Einordnung
Oberbegriffe: In sich schlechte Handlung, Verbrechen
Ontologische Beziehungen:
- widerspricht: Personalistische Norm
- vernichtet: Personales Leben