Moralische Relevanz
Ein Seiendes hat moralische Relevanz, wenn sein Sein eine Wertantwort fordert — auch wenn es keine Person ist. Die moralische Relevanz ist ein objektiver Wert: Sie besteht unabhängig davon, ob jemand sie anerkennt.
Die Personalontologie unterscheidet zwischen der ontologischen Würde der Person (höchster Wert) und der moralischen Relevanz anderer Seiender (z. B. Tiere, Ökosysteme). Moralische Relevanz ist schwächer als Personwürde, aber real: Auch nichtpersonale Seiende können einen intrinsischen Wert besitzen, der eine angemessene Antwort fordert. Das Sittliche Sollen setzt moralische Relevanz voraus (vgl. Bexten 2017, S. 215–220).
Ontologische Einordnung:
- Oberbegriff: Objektiver Wert
Ontologische Beziehungen:
- wird vorausgesetzt von: Sittliches Sollen
Kapitelzuordnung: Kapitel 5: Personvergessenheit
Siehe auch: Wertantwort, Sittliches Sollen, Würde, Person, Werte, Ehrfurcht, Personalistische Norm