Austragende Mutterschaft
Die austragende Mutterschaft bezeichnet die leiblich-personale Beziehung der Frau zum Kind, die während der Schwangerschaft entsteht. Sie umfasst neun Monate leiblicher Nähe, hormoneller Verbundenheit und pränataler Kommunikation. Diese Beziehung ist keine bloße biologische Funktion, sondern eine personale Wirklichkeit der ersten Dimension des Personseins. In der natürlichen Ordnung ist die austragende Mutterschaft mit der genetischen und der sozialen Mutterschaft in einer Person vereint. Ihre Aufspaltung durch reproduktionsmedizinische Verfahren wie die In-vitro-Fertilisation oder Leihmutterschaft stellt eine Form der fragmentierten Elternschaft dar.
Ontologische Einordnung: Oberbegriff: Mutterschaft