von Raphael E. Bexten


Was macht den Menschen zum Menschen? Ist er nur dann eine Person, wenn er denkt, fühlt und handelt — oder ist er es von Anfang an? Dieses Buch geht einer der grundlegendsten Fragen der Philosophie nach: Was bedeutet es, Personsein zu haben, und warum kommt jedem Menschen eine unverlierbare Würde zu?

Die Antwort, die hier Schritt für Schritt entfaltet wird, lautet in einem Satz: Der Mensch ist von Anfang an und solange er lebt eine Person mit unverlierbarer Würde.

Wo anfangen? — Drei Wege durch das Buch


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Kapitel 1: Worum es in diesem Buch geht

Warum betrifft die Frage nach dem Personsein jeden? Was steht auf dem Spiel, wenn wir vergessen, wer der Mensch ist?

„Wer erkennt, dass Personsein nicht an Fähigkeiten hängt, sondern an dem, was jemand von sich aus ist — an seinem Wesen, nicht an seiner Leistung —, der kommt zu einem grundlegend anderen Ergebnis.”

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Kapitel 2: Wie denkt man über solche Fragen nach?

Man muss genau hinschauen — nicht mit dem Mikroskop, sondern mit dem Verstand. Dieses Kapitel zeigt, was philosophische Erkenntnis ist und wie sie sich von bloßer Meinung unterscheidet.

„In der Philosophie gibt es dafür einen berühmten Grundsatz: ‚Zurück zu den Sachen selbst!’ Lass dich nicht von Theorien, Systemen oder herrschenden Meinungen leiten. Geh an die Sache selbst heran.”

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Kapitel 3: Was ist eine Person?

Der Streit um den Personbegriff ist kein akademischer Streit — im Recht entscheidet er darüber, ab wann ein Mensch Grundrechtsträger ist. In der Medizin stellt sich die Frage, ob ein Mensch nach dem Hirntod noch Person ist.

„Die menschliche Person ist eine geistige Substanz im Leib in Relation. Diese Formel fasst alles Wesentliche zusammen. Jedes einzelne Element ist wesentlich. Lässt man eines weg, verkürzt man das Verständnis der Person.”

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Kapitel 4: Was ist menschliches Personsein?

Das Herzstück des Buches. Was zeichnet den Menschen als eigenständiges Wesen aus? Und was sind die drei Dimensionen des menschlichen Personseins?

Blaise Pascal hat den Menschen einmal ein ‚denkendes Schilfrohr’ genannt: zerbrechlich wie ein Halm im Wind, und doch größer als das ganze Weltall, weil er weiß, dass er zerbrechlich ist. Das Weltall weiß nichts davon.”

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Kapitel 5: Was passiert, wenn wir vergessen, wer der Mensch ist?

Es gibt ein Vergessen, das nichts mit dem Gedächtnis zu tun hat. Es ist eine Art Blindheit: Man sieht den anderen Menschen, aber man sieht nicht mehr, wer er ist.

„Eine personvergessene Handlung ist eine Handlung, in der ein Mensch sich selbst oder einen anderen Menschen so behandelt, als wäre er keine Person — als wäre er ein Ding, eine Sache, ein Mittel zum Zweck.”

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Kapitel 6: Zusammenfassung und Ausblick

Die fünf Kerneinsichten des Buches — und was aus ihnen folgt.

„Die Würde des Menschen ist keine Auszeichnung, die man erwerben müsste. Sie ist kein Titel, den die Gesellschaft verleiht und wieder entziehen könnte. Sie gehört zum Wesen jeder menschlichen Person — unverlierbar, unantastbar, von der Empfängnis bis zum Tod.”

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Denker im Gespräch

Dieses Buch steht im Dialog mit der philosophischen Tradition:

Konzepte nachschlagen

Sie müssen das Buch nicht von vorne nach hinten lesen. Alle philosophischen Begriffe sind als vernetzte Konzeptseiten aufbereitet — zum gezielten Nachschlagen, Vertiefen und Querlesen.

Alle 184 Konzepte im Überblick → · Glossar für Nicht-Philosophen →

ThemaEinstieg
Was ist eine Person?Person, Jemand, Personbegriff
Worin besteht die Würde?Würde, Ontologische Würde, Personalistische Norm
Die drei DimensionenErste Dimension, Zweite Dimension, Dritte Dimension
Metaphysische GrundlagenSubstanz, Akt und Potenz, Agere sequitur esse
Freiheit und ErkenntnisFreiheit, Wille, Erkenntnis, Vernunft
Liebe und BeziehungLiebe, Herz, Interpersonalität
PersonvergessenheitPersonvergessenheit, Instrumentalisierung
BioethikEmbryo, Abtreibung, Euthanasie, Demenz

Dieses Buch basiert auf der Dissertation „Was ist menschliches Personsein? Der Mensch im Spannungsfeld von Personvergessenheit und unverlierbarer ontologischer Würde” (Bexten 2017).

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